Diabetes & das diabetische Fußsyndrom

Dr. med. Ingo Röhrig, Facharzt für Innere Medizin, Angiologie, Diabetologie

 

Der diabetische Fuß ist eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus, über die jeder Diabetiker

gut Bescheid wissen sollte. Im Verlauf bilden sich an den Füßen Geschwüre (Ulcera), die sich

ausdehnen und im schlimmsten Fall auch zur Amputation von Teilen der Füße führen können.

Über die Hälfte aller Amputationen (etwa 70 Prozent) werden bei Diabetikern durchgeführt -

das sind ungefähr 42.000 Amputationen pro Jahr.

 

Der regelmäßige Besuch eines Podologen kann die Amputation verhindern!

 

Die meisten Amputationen aufgrund des diabetischen Fußsyndroms ließen sich durch eine richtige Vorbeugung oder frühzeitige Therapie verhindern. Die Behandlung eines diabetischen Fußes

gehört in die Hände eines Diabetesarztes, einer Diabetes-Fußambulanz oder eines Podologen.

Hier finden Sie geschulte Fachleute, die sich mit den vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten dieser

Folgeerkrankung bestens auskennen.

 

Die Entwicklung eines diabetischen Fußes wird oft nicht wahrgenommen. Erst wenn sich

Geschwüre oder schwer heilende Wunden bilden, der Fuß also "symptomatisch" wird,

bemerken viele Diabetiker diese Folgeerkrankung.

 

Das Risiko für ein symptomatisches diabetisches Fußsyndrom (DFS) steigt, je länger

der Diabetes mellitus besteht und je schlechter die Blutzuckerwerte langfristig eingestellt sind.

 

Dies gilt für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker.

Besonders gefährdet sind Diabetiker mit einer Nervenschädigung (Polyneurophathie) und/oder Verengungen der Blutgefäße im Bein. Die beste Vorbeugung gegen ein DFS ist ein über Jahre gut eingestellter Blutzuckerstoffwechsel.

 

Im Anschluss finden Sie ein Video der WDR Lokalzeit Südwestfalen zum diabetischen Fuß.

 

Weiterlesen: Diabetisches Fußsyndrom - Ursachen

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